Ein Blick hinter die Kulissen des Forderungsmanagements beim KSV1870: Wie wir arbeiten und was wir für Unternehmen tun, wenn nichts mehr geht.

Während manche Unternehmen völlig routiniert Inkassodienstleistungen in Anspruch nehmen, tun sich andere schon schwer damit, es überhaupt zuzugeben. Doch das zu Unrecht: Denn die betroffenen Betriebe können erwarten, dass ihre Leistungen bezahlt werden. In der breiten Öffentlichkeit gewinnt man mit dem Inkasso in der Regel auch keinen Schönheitspreis. Das liegt daran, dass der Finger auf etwas gelegt wird, das Betroffenen unangenehm ist: Es ist hart und oft auch gegen das eigene Werteempfinden, sich einzugestehen, dass man eine Vereinbarung nicht eingehalten hat oder es zumindest aktuell nicht kann. Dennoch raten wir dazu, sich der Situation zu stellen und die eigene Lage gegenüber dem Unternehmen oder dem Inkassodienstleister anzusprechen. Der erste Schritt auf dem Weg zu einer Lösung – denn Schulden verschwinden nicht einfach so, sie werden eher mehr.

Wir sind Vermittler und sorgen für Lösungen

Wichtig zu wissen: Inkassodienstleister kümmern sich um außergerichtliche überfällige Forderungen. Kern unserer Aufgaben im Rahmen der Forderungsbetreibung ist es, rasch eine für unsere Kunden wie deren Schuldner tragfähige Vereinbarung zu finden. Sprich eine, die vom Schuldner im festgelegten Zeitraum voraussichtlich auch eingehalten werden kann. Die KSV1870 Forderungsmanagement GmbH versteht sich dabei als Vermittlerin zwischen unterschiedlichen Interessen. Unsere Kernkompetenz: Wir bringen die Erwartung der Kunden mit den Möglichkeiten der Schuldner in Einklang. Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gehen dabei respektvoll und vernünftig vor.

Warum wir unsere Gebühren deckeln

Die Gebührenverordnung legt in Österreich die Höchstsätze fest, die Inkassoinstitute für ihre Tätigkeiten bei der Einziehung fremder Forderungen verrechnen können. Sie ist komplex, regelt dadurch aber auch detailliert, welche Arbeitsschritte und Maßnahmen Inkassodienstleister in welcher Höhe verrechnen dürfen. Die häufigsten Gebühren sind: Bearbeitungsgebühr, Evidenzgebühr, Mahngebühr, Anschriftenerhebung, Ermittlung der Einkommens- und Vermögensverhältnisse, Wegentgelt usw. Eine offene Forderung in der Höhe von 100 Euro kann sich also – völlig rechtens – verdoppeln oder darüber hinaus anwachsen, wenn zu lange mit der Bezahlung gewartet wird. Wir halten uns an die Gebührenverordnung – schöpfen sie aber nicht aus. Wir deckeln die Inkassokosten, sodass sie in einem – für unser Empfinden – vernünftigen Rahmen bleiben. Denn unser Ziel ist es, verbindliche Zahlungsvereinbarungen abzuschließen und schnellstmöglich Rückzahlungen an unsere Kunden zu initiieren.

Wenn nichts mehr geht, hilft Inkasso

In der Regel hat das betroffene Unternehmen vor Übergabe der Forderung an einen Inkassodienstleister Maßnahmen gesetzt, um Schuldner zur Bezahlung der offenen Rechnungen zu bewegen. Allerdings vergeblich. Die Ursachen für offene Rechnungen sind laut unserem AB-Check zur Zahlungsmoral (Umfrage) seit vielen Jahren die gleichen: Vergesslichkeit, momentaner Liquiditätsengpass oder Vorsatz sind die Top drei. Der Schuldner stellt zumeist die Kommunikation ein, wodurch der Handlungsspielraum des betroffenen Unternehmens gegen Null geht. Die Übergabe einer offenen Forderung an einen Profi stellt für beide Seiten eine Eskalation dar. Doch sie zeigt Wirkung. Die Praxis belegt, dass säumige Zahler motiviert werden, den Kontakt wieder aufzunehmen. Ohne Zweifel sind auch die Inkassokosten ein Faktor, der Schuldner dazu bewegt, ihre finanzielle Schieflage in die Waagrechte bringen zu wollen. Die hohe Bekanntheit der Marke KSV1870 trägt das ihre dazu bei.

Unser Instrumentenkoffer bei der Betreibung

Die Instrumente der Forderungsbetreibung sind bei uns im Wesentlichen die schriftliche Mahnung und das Telefoninkasso. Diese kommen innerhalb weniger Monate zur Anwendung. Eine Großteil der säumigen Zahler reagiert jedoch bereits auf die erste Mahnung: Sie begleichen die Forderung oder vereinbaren eine Ratenzahlung. Nach wenigen Wochen der Betreibung liegen genug Informationen vor, auf deren Basis wir unseren Kunden eine Klage oder Überwachungsinkasso empfehlen können. Der Kunde hat den Vorteil, dass die offene Forderung ab dann nicht mehr in Evidenz behalten werden muss.

Besseren Kundenservice durch mehr Fokus

Der KSV1870 Kunde und dessen Schuldner stehen im Mittelpunkt unserer Bemühungen. All unsere Tätigkeiten haben zum Ziel, sämtliche Beteiligten bestmöglich zu servicieren. Um dafür einen klaren Fokus zu schaffen, wurden in den vergangenen Jahren die Kunden- und die Schuldnerbetreuung organisatorisch getrennt und von administrativen Tätigkeiten entkoppelt. Die entsprechenden Servicelevels sorgen für effiziente und schnelle Ergebnisse. Der digitalen Kommunikation wurde durch den Ausbau der „Serviceplattform für Schuldner“ – www.meinfall.at – Rechnung getragen. Hier können Ratenvereinbarungen abgeschlossen und Zahlungen durchgeführt werden. Tausende Zugriffe pro Monat belegen den hohen Nutzen. Wie immer in der digitalen Welt: 24 Stunden am Tag „on“.

Abschließend lässt sich sagen, dass dieses Geschäft kein einfaches ist, aber für die Wirtschaft ein notwendiges. Durch unsere Tätigkeit stärken wir die Liquidität der Unternehmen und helfen ihnen zu prosperieren. Gemeinsam mit anderen Branchenvertretern tragen wir dazu bei, den Wirtschaftskreislauf in Gang zu halten und das ist eine gute Sache.

 

Text: KSV 1870
Bild: MQ-Illustrations /AdobeStock

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