Pop-Up-Schanigarten der JWW

Eingeengte Frühlingsgefühle

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[dropcap size=big]D[/dropcap]ie Winter in Wien werden kürzer, die Temperaturen sinken kaum mehr unter Null und der Schnee wird seinem Namen auch schon lang nicht einmal mehr gerecht. Frühlingshafte Temperaturen im Februar sind keine Seltenheit mehr und lassen uns früher als gewohnt die Sonnenbrille aus- und den Wintermantel wegpacken. Zu schönem Wetter gehört natürlich auch das Kaffeetrinken im Schanigarten unseres Lieblingscafés. Blöd nur, dass die Gastgärten Wiens erst im März ihre Pforten öffnen dürfen.

Diese Regelung vermiest nicht nur uns die ersten Frühlingsgefühle, sondern vor allem den Gastronomen, die dadurch in ihrem Tagesgeschäft eingeengt werden. Um ein Zeichen zu setzen und die Stadt Wien auf diese veralteten Strukturen aufmerksam zu machen, haben wir Ende Februar einen Pop-Up-Schanigarten am Helmut Zilk Platz veranstaltet. Gastronomen können nicht frei und unabhängig hinsichtlich ihrer Schanigärten agieren und müssen so auf wichtige Kunden verzichten.

Wien legt viel Wert darauf, stets als weltoffene Stadt dargestellt zu werden. Dennoch werden Unternehmer, speziell Gastronomen, in eine Ecke gedrängt und werden von zahlreichen Verordnungen und Gesetzen eingeschränkt. Einige sind sicherlich notwendig, andere – wie die Schanigarten-Regelung – sind nicht mehr zeitgemäß und nehmen den selbstständigen Unternehmern ihre Entscheidungs- und Entfaltungsmöglichkeiten. Mit dieser Protest-Aktion wollen wir die Aufmerksamkeit der Stadt Wien erregen und aufzeigen, wie wichtig  die Zusammenarbeit mit den Unternehmern ist, um gegenseitiges Verständnis zu erzielen. Damit würde sich nicht nur das Klima zwischen beiden Lagern bessern, auch unsere Stimmung würde rapide steigen, wenn wir die Februar-Sonnenstrahlen in den geöffneten Schanigärten genießen könnten.

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