Hanno Lippitschs Erfindung passt perfekt in unser digitales Zeitalter. eversports.at ist ein Buchungstool für Sportbegeisterte. Wer einen Tennisplatz buchen oder Preise für Yogakurse vergleichen will, findet auf eversports.at alles, was er braucht. Gründer Hanno Lippitsch erzählt exklusiv für den Jungunternehmerblog, wie er von der Idee bis zur Umsetzung kam:

 

Wie kam dir die Idee, Eversports zu gründen?

Als ehemaliger Spitzensportler und „digital native“ fiel mir besonders stark auf, dass die meisten Sportanbieter den Trend Richtung Internet komplett verschlafen haben. In vielen anderen Branchen, wie beispielsweise in der Hotellerie haben Web-Entrepreneure diesen Trend erkannt – so entstanden Plattformen wie booking.com, auf denen hunderttausende Hotels gelistet werden und nach verschiedensten Kriterien durchsucht und sortiert werden können. Für Sport gab es allerdings keine vergleichbare Plattform, die eine solche Funktion für Sportsuchende übernehmen würde. Als ich mit meinem Kollegen Emanuel Steininger und Andreas Woditschka darüber sprach, teilten sie meine Begeisterung sofort und wir begannen konkrete Pläne zu schmieden und die Idee gemeinsam umzusetzen.

 

War es schwer, Startkapital zu bekommen? Welche Wege bist du hierfür gegangen?

Wir haben am Anfang natürlich versucht, finanzstarke Investoren zu finden. Es gelang uns nach ca. einem Jahr, die ersten Investoren von unserer Vision zu überzeugen und so ein vernünftiges Startkapital aufzustellen. Entscheidend war auch unsere erfolgreiche Bewerbung beim INiTS-Business-Inkubator, der uns ein 18-monatiges Förderprogramm und Büroräumlichkeiten für den Start ermöglichte. Dieses Unternehmen können wir JungunternehmerInnen und UnternehmensgründerInnen stark empfehlen, da es neben fundiertem Gründungswissen auch Büroräume zur Verfügung stellt.

 

Wie war die Marktreaktion auf die Gründung?

Sehr gut, nach nicht einmal zweieinhalb Jahren haben wir die millionste Buchung erreicht. Das zeigt uns, dass die Leute auf eine Plattform wie eversports.at gewartet haben.

 

Was war bisher deine größte Hürde als Jungunternehmer?

Das Schwierigste war, längere Phasen durchzustehen, in denen vermeintlich alles schief lief – oder zumindest schien es so. Gerade in diesen Phasen war es nicht immer leicht, den Glauben an die Unternehmensvision nicht zu verlieren.

 

Was war dein bisher größtes Erfolgserlebnis seit  der Gründung?

Das bisher größte Erfolgserlebnis war ein Mail von einem der renommiertesten europäischen Venture Capital Investoren mit dem Betreff „PointNine loves Eversport“. In diesem Mail haben sie uns mitgeteilt, dass sie unser Team, die Vision und das Potential sehr spannend finden und in uns investieren möchten.

 

Was hast du dir schwieriger vorgestellt, was leichter?

Ich habe es mir schwieriger vorgestellt in neuen Märkten mit eversport.at Fuß zu fassen. Aber ich dachte, es wäre leichter, eine Anschlussfinanzierung in Österreich zu finden.

 

Welche Tipps würdest du – mit deinem Wissen von heute – jemandem geben, der sich selbstständig machen möchte?

  1. Geh mit deiner Idee so schnell wie möglich raus und hole dir Feedback, ob dein Produkt oder deine Dienstleistung am Markt gewünscht wird.

  2. Benutze Tools wie den Keyword Planner, um zu sehen, wie viele Leute online nach deinem Produkt oder deiner Dienstleistung suchen und welche Mitbewerber du in diesem Bereich hast.

  3. Suche dir starke Partner / Mitgründer, auf die du dich verlassen kannst, die „hands on“-Mentalität haben und mit denen es Spaß macht, zu arbeiten.

  4. Such dir ein Thema, das dich leidenschaftlich begeistert, sonst wird es in den harten Zeiten, die sicher kommen, schwer, Motivation zu finden.

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