Auch das regnerische Herbstwetter konnte zahlreiche JungunternehmerInnen und Netzwerk-Begeisterte nicht davon abhalten, unseren monatlichen After Work Network in der Bam Lounge im ersten Bezirk zu besuchen. Dieses Mal durften wir Davor Sertic, Spartenobmann für Transport und Verkehr in der WKW und Gründer von UnitCargo – Transport Intelligence, als Gast des Abends willkommen heißen.

Geboren in Kroatien, zog Davor Sertic bereits im Alter von 2 Monaten mit seinen Eltern nach Österreich und wuchs hier auf. Den Weg in die Logistik fand er eher zufällig nach seiner technischen Schulausbildung und seinem Wirtschaftsstudium, als er einen Job bei LKW Walter annahm. Dort angekommen, war Davor Sertic sofort von dieser Branche begeistert. Vor allem die Internationalität und das Agieren in den unterschiedlichen Märkten haben es ihm angetan. Glücklich im Job und bereits zum Abteilungsleiter aufgestiegen, konnte er dennoch von ehemaligen Kollegen davon überzeugt werden, ein eigenes Unternehmen zu gründen. Einen Schritt, den er zu Beginn bereute. Aber ein Zurück gab es nicht, somit ging es nur nach vorne. Das Unternehmen wuchs kräftig und war auch sehr profitabel, die Entwicklung war aber nicht ganz in seinem Sinne. Alles zusammen forderte dann auch seine Opfer, und so erlitt der Unternehmer ein Burn-Out. Im Nachhinein die schönste Zeit, so Sertic. Denn er zog sich zurück und nutzte die Zeit, alles zu durchdenken und seine Zukunft genau zu planen. Seine Visionen und Ziele legte er dann in einem detaillierten Businessplan fest und startet 2004 mit UnitCargo erneut als Unternehmer. Obwohl der Anfang etwas schwierig war, konnte er schnell das Vertrauen der Geschäftspartner gewinnen und mit seiner Firma wachsen. Mittlerweile hat UnitCargo Niederlassungen in 7 Ländern und wurde mehrfach ausgezeichnet. Den Höhepunkt, so Sertic, war die Wahl zum Spartenobmann. In dieser Funktion setzt er sich vor allem für den grünen Verkehr ein.

Seine Botschaft an JungunternehmerInnen: Immer wachsam sein. Als Unternehmer ist man immer gefordert, sich weiter zu entwickeln. „Man darf nie wirklich zufrieden sein – weil sonst kommt die Watschn“. Natürlich darf man seine Familie und sich selbst nicht vernachlässigen, dazu muss jeder seine eigene Balance finden. Aber ein Auge sollte immer auf das Unternehmen gerichtet sein. Dass kann natürlich anstrengend sein – aber auch äußerst spannend und erfüllend.

Dem interessanten Vortrag folgte wie immer ein lockeres Networking unter den BesucherInnen. Für uns war es wieder eine Freude, viele bekannte aber auch neue Gesichter getroffen zu haben. Wir freuen uns schon auf den nächsten AWN mit euch am Dienstag, dem 8. November!

Über den Autor

Ähnliche Beiträge