Neues Jahr, neue Location! Unser erstes After Work Network des Jahres fand vergangenen Monat, am ersten Dienstag im Februar, im Addicted to Rock Bar & Burger, am Getreidemarkt im 1. Wiener Gemeindebezirk, statt.

Diesmal zu Gast: Erich Kotroczo und Christoph Degendorfer von der SIDE GmbH, die Unternehmen bei der digitalen Planung eines Gebäudes zur Seite steht.

Christoph Degendorfer, studierter Architekt, machte 2013 mit dem Architekturbüro, bei dem er zu dieser Zeit angestellt war, bei einem Wettbewerb mit: Es ging um das neue ÖAMTC Gebäude und die Idee hierfür das System des Building Information Modeling zu verwenden. Erich Kotroczo, gelernter Bautechnischer Leiter, wurde für dieses Projekt damals als externer Berater hinzugezogen. Die Ausschreibung wurde gewonnen, das Projekt mittels BIM realisiert.

So lernten sich Christoph und Erich also kennen und kamen auf die Idee gemeinsame Sache zu machen. Denn BIM, also Building Information Modeling, hat Christoph schon damals mehr interessiert als Architektur. Der Gedanke, zuerst ein digitales Abbild eines Gebäudes zu haben, bevor man es real baut, inspirierte ihn. Das ursprüngliche Ziel war Plug-Ins für ein Programm zu schreiben, schlussendlich wurde daraus ihre heutige Beratungsdienstleistung. „Vielen Büros hat das Know-how gefehlt, das Programm anzuwenden, wir hatten dieses Know-how“, sagt Christoph über den Grund dieser Entwicklung. Die beiden unterstützen Unternehmen bei der digitalen Planung eines Gebäudes – sie beraten Planer und Bauherren, erstellen BIM Objekte für die Bauindustrie oder machen Qualitätsprüfungen (Planprüfungen am Modell) und Softwaretrainings. Ihr Unternehmen umfasst mittlerweile vier fixe Mitarbeiter.

Auf die Frage, wie man ein Unternehmen zum Erfolg führt, sagt Christoph: Was zählt, ist die Leidenschaft. Auch wenn man die Materie eigentlich nie gelernt hat, aber das macht, was man wirklich gerne tut, wird es am Ende erfolgreich sein.

Er rät grundsätzlich jedem dazu, zu gründen, räumt aber ein, dass viele Sachen stimmen müssen: Die Lage am Markt, das Netzwerk, die Idee, der Zugang, die Branche. „Man muss nach Möglichkeit so früh wie nur irgendwie möglich rausgehen und den Markt direkt bei der Zielgruppe testen, so bekommt man ein Gefühl, ob die Sache funktionieren kann oder nicht“, empfiehlt Christoph allen Gründern und Gründerinnen. Außerdem sei es extrem wichtig Kontakte in die Entscheider-Ebene zu haben sowie die Konkurrenz genau unter die Lupe zu nehmen.

Im Anschluss wurde bis spät am Abend genetzwerkt und die neue Location genossen. Ein spannendes, gut besuchtes und rundum gelungenes After Work Network – heute Abend geht es bereits in die zweite Runde, diesmal mit Peter Zimmerl vom Projekt „Bank für Gemeinwohl“ – wir freuen uns schon drauf!

Fotos: https://www.flickr.com/photos/119269711@N02/albums/72157680289773935/with/32751886321/

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