WARUM UNS EIN BLEISTIFT ANS NETZWERKEN ERINNERN SOLLTE

„Beziehungen sind alles. Alles im Universum existiert nur, weil es in Beziehung zu allem anderen steht. Nichts existiert isoliert. Wir müssen aufhören, so zu tun, als wären wir Individuen, die es allein schaffen.“ (Margaret J. Wheatley)

 

Und was hat jetzt ein Bleistift damit zu tun?

Ist dir klar, dass es keinen Menschen auf der Welt gibt, der die Fähigkeit besitzt, ein so einfaches Ding wie einen Bleistift selbst herzustellen – ohne fremde Hilfe oder fremdes Werkzeug, sondern einfach nur mit der ihm zur Verfügung stehenden Fähigkeit und Werkzeug, das er selbst herstellen kann?

Lassen wir uns das wirklich durch den Kopf gehen, werden wir feststellen, dass der Faktor Beziehung unser gesamtes Leben durchflutet – denn jeder von uns ist zu jedem Zeitpunkt seines Lebens von anderen Menschen abhängig. Sei es im privaten oder beruflichen Bereich, in der Mikro- oder Makroökonomie. Ohne Beziehungen wären wir nicht hier und ohne Beziehungen werden wir keinen langfristigen, nachhaltigen Erfolg erzielen. War es in der Vergangenheit ausreichend, sich selbst zu vermarkten und zu verkaufen, so bedarf es heutzutage oft einer „Extrameile“, um den erstrebten Auftrag zu erhalten.

Im Rahmen von Netzwerkveranstaltungen trifft man verschiedene Netzwerkertypen: Zum Beispiel JägerInnen, welche sich auf die Jagd nach potenziellen Geschäftsabschlüssen konzentrieren, aber auch die SammlerInnen, welche Visitenkarten anhäufen wie Panini-Fußballsticker. Aber wie wäre es, wenn wir statt der kurzsichtigen JägerInnen- und der ziellosen SammlerInnen- zu einer FörsterInnen-Mentalität übergehen würden – auf der Suche nach einem schonenden und doch nutzbringenden, also nachhaltigen Umgang mit dem eigenen Netzwerk?

Im Rahmen der Wirtschaftskammer gibt es zahlreiche Möglichkeiten, neue Kontakte zu knüpfen und zu pflegen, wie unser monatliches After Work Network. Hier bekommen Wirtschaftstreibende und Interessierte jeden ersten Dienstag im Monat die Möglichkeit, sich in gemütlichem Ambiente auszutauschen und zu vernetzen. Eine Gelegenheit, die Du nicht auslassen solltest! Doch worauf achten beim ersten Kennenlernen? Wie den Anschluss finden, und was sagen? Es geht es auch in der Businesskommunikation zunächst darum, alle Sinneskanäle zu öffnen, um die Ebenen des Gesprächs zu erfassen und sich darauf einzustellen. Je weniger man sich kennt, desto mehr Bedeutung hat diese einleitende Gesprächsphase. Sei unkonventionell und mutig! Sei aufmerksam und reagiere auf Dein Gegenüber. Und wichtig: Wer fragt, der führt! Wer die Fragen stellt, zeigt Interesse und hat gleichzeitig die Möglichkeit, die Richtung der Kommunikation zu bestimmen.

Um nicht beim Smalltalk hängen zu bleiben, kann man sich folgende Fragen vorab überlegen:

  • Wer bist Du? Was machst Du? Was willst Du?
  • Welchen Nutzen und Mehrwert kannst Du Deinem/Deiner GesprächspartnerIn anbieten?

Das Ziel erfolgreichen Networkings ist es, gemeinsam etwas zu erreichen. Sobald klar ist, dass Dusowohl Deinen GesprächspartnerInnen als auch Dir nutzen möchtest, stellt sich fast automatisch eine
Kommunikation auf Augenhöhe ein, die von Wertschätzung geprägt ist. Eine sicht- und spürbare Win-win-Situation entsteht.

Jeder lange Marsch beginnt mit einem ersten Schritt. Seit offen für neue Kontakte und erinnere Dich immer wieder daran, dass Beziehungsmanagement ein Geben und Nehmen ist – in dieser Reihenfolge.

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